Studie zeigt: Wie Kinder mit Bildschirmen umgehen, ist entscheidend
Eine aktuelle Studie untersucht, wie Kinder Bildschirme nutzen und stellt fest, dass die Art des Gebrauchs, nicht die reine Zeit, entscheidend für die Entwicklung ist. Experten und Ärzte empfehlen zwar, den Medienkonsum von Kindern zu verzögern, eine neue Forschung deutet jedoch darauf hin, dass die Nutzung durch Kinder stärker konditioniert wird, als bisher angenommen.

Frühe Bildschirmzeit: Mehr Risiko durch Art des Gebrauchs
Die spanischen medizinischen Fachgesellschaften haben kürzlich eine einheitliche Empfehlung für den Mediengebrauch nach Alter gefasst und empfehlen, Bildschirme vor dem sechsten Lebensjahr zu vermeiden. Zahlreiche Studien belegen, dass die frühe Integration von Bildschirmen zu Problemen mit der Aufmerksamkeitsspanne, der emotionalen Selbstregulation und der Anfälligkeit für Suchtverhalten führen kann.
Eine neue Analyse der Universität Edinburgh und des Imperial College London, die Daten von fast 4.000 Kindern untersuchte, zeigt, dass ein hoher Medienkonsum nicht zwangsläufig zu einem schlechteren Entwicklungsverlauf führt. Die Studie konzentriert sich jedoch auf die Art des Gebrauchs, wobei festgestellt wurde, dass die tägliche Bildschirmzeit mit zunehmendem Alter erheblich zunimmt. So stieg die Anzahl der Kinder, die täglich drei Stunden oder länger vor Bildschirmen verbrachten, von 944 bei fünf Jahren auf 1638 bei zehn Jahren.
Auch die Nutzung von Videospielen nahm zu: Von 66 Kindern, die fünf Jahre lang täglich mehr als drei Stunden mit Videospielen verbrachten, stiegen die Zahlen auf 550 bei 15 Jahren. Experten betonen, dass es wichtiger ist, wie Kinder die Bildschirme nutzen, als wie lange sie sie benutzen. Teenager, die täglich über eine Stunde soziale Medien nutzten, zeigten keine übermäßigen Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion im Vergleich zu denen, die weniger Zeit damit verbrachten.