Singapur startet mit neun unternehmen in pilotprojekt für nachhaltigen flugkraftstoff
Die Singapurische Behörde für Zivilluftfahrt hat neun Unternehmen wie Google, Singapore Airlines und DBS Group Holdings für ein Pilotprojekt zum Einsatz nachhaltigen Flugkraftstoffes ausgewählt.
Projektziel: emissionsreduzierung im luftverkehr
Das Ziel des Projekts ist die Reduzierung von Treibhausgasen im Luftverkehr, indem nachhaltiger Flugkraftstoff (SAF - Sustainable Aviation Fuel) eingesetzt wird. SAF wird aus erneuerbaren Quellen wie Algen oder nachwachsenden Rohstoffen hergestellt.

Singapurs grüner flughafenabgabe
Ab dem 1. April wird Singapur ein grünes Abgabenmodell einführen. Fluggäste müssen bis zu 41,60 SGD (etwa 25 Euro) pro Ticket zahlen, die an die Sustainable Aviation Fuel Company (SAFCo) gehen, um den Kauf von SAF zu finanzieren. Ab Oktober sollen alle Flüge von Singapur SAF verwenden müssen.

Wirtschaftliche herausforderungen
Die Umstellung auf nachhaltigen Flugkraftstoff bringt jedoch auch wirtschaftliche Herausforderungen mit sich. Der Preis von SAF liegt in der Regel zwischen dem zweifachen und fünffachen Preis von konventionellem Avtur. Laut der International Air Transport Association (IATA) wird die SAF-Produktion 2026 auf etwa 2,4 Mio. Tonnen ansteigen, was noch immer nur 0,6 % des Gesamt-Aviation-Brennstoffs entspricht.
Partizipierende unternehmen
- Singapore Airlines
- DBS Group Holdings
- Boston Consulting Group Inc.
- Changi Airport Group Singapore Pte
- GenZero
- Oversea-Chinese Banking Corp.
- Scoot
- Temasek Holdings Pte
Zukunftsausblick
Singapurs Ziel ist es, bis 2030 einen Anteil von 3 bis 5 % nachhaltigen Flugkraftstoffes im Luftverkehr zu erreichen. Das Pilotprojekt soll die Voraussetzungen für die weitere Einführung von SAF schaffen.