Micron technology übertreibt die wall-street-prognosen - chipknappheit sorgt für preisexplosion

Die US-Chipfertigung Micron Technology hat ihre Prognosen für das laufende Quartal übertroffen, nachdem eine Knappheit an Halbleiterkomponenten durch den Boom der künstlichen Intelligenz (KI) zu explodierenden Preisen geführt hat.

Umsatz und gewinn weichen erheblich von den erwartungen ab

Umsatz und gewinn weichen erheblich von den erwartungen ab

Laut einem von Micron veröffentlichten Pressemitteilung, die Bloomberg zufolge, werden die Einzelausgaben im laufenden Quartal auf etwa 50 Milliarden US-Dollar ansteigen, weit über den von Analysten erwarteten 43,2 Milliarden Dollar. Exkludiert man einige Elemente, bleibt eine Größe von rund 31 Dollar pro Aktie, im Vergleich zu einer Prognose von 25,31 Dollar.

Die Aktien kletterten um knapp 9% am Schluß der Handelszeit nach Veröffentlichung der Zahlen. Sie hatten bereits dieses Jahr um 200% an Wert zugelegt und übertrafen damit alle anderen wichtigen Aktien im Halbleiter-Sektor.

Die drei größten Halbleiter-Fertiger, darunter Micron, Samsung Electronics und SK Hynix, sind zu großen Gewinnern des Aufstiegs der KI geworden. Den stärksten Antrieb für die Nachfrage nach Speichereinheiten gibt die hohe Auslastung von Rechenzentren. Hierzu gehören sowohl konventionelle als auch neuartige Speicherformate mit hoher Bandbreite, die für KI-Systeme geeignet sind. Micron und seine Konkurrenten haben Schwierigkeiten, die Nachfrage nach Halbleitern zu befriedigen, was zu Knappheiten in Branchen wie der Computer-, Mobil-Funk- und Automobil-Industrie geführt hat.

Obwohl Micron seine Produktionskapazitäten ausweitet, wird eine Preisehalterung in absehbarer Zukunft erwartet. Im vorangegangenen Quartal, das am 28. Mai endete, stiegen die Umsätze auf 41,5 Milliarden Dollar. Die Gewinne je Aktie stiegen auf 25,11 Dollar. Analysten hatten durchschnittlich 35,7 Milliarden Dollar an Umsatz und 20,49 Dollar an Gewinn je Aktie erwartet. Als weitere Belege für die wachsende Rentabilität von Micron, stieg ihr brutaler Margen auf 84,9% im letzten Quartal an, während Analysten 81,9% erwartet hatten. Dieser Begriff verweist auf den Prozentanteil der Umsätze, der nach Abzug der Produktionskosten bleibt.