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Malta zahlt 25.000 euro für führerschein-abgabe

Malta bietet eine sensationelle Prämie: Wer seinen Führerschein abgibt, erhält 25.000 Euro und kostenlosen ÖPNV. Eine radikale Maßnahme, die in Deutschland für Aufsehen sorgen könnte.

Fahrverbote gegen geld – ein ungewöhnliches experiment

Fahrverbote gegen geld – ein ungewöhnliches experiment

Die Inselregierung hat ein Programm namens „Driving Licence Surrender Scheme“ ins Leben gerufen. Ziel ist die Entlastung der überlasteten Straßen und die Förderung nachhaltiger Mobilität. Die Initiative richtet sich vor allem an junge Menschen bis 30 Jahre.

Die Konditionen sind reizvoll: 5.000 Euro jährlich über einen Zeitraum von fünf Jahren, sofern man fünf Jahre lang kein Auto mehr fährt – weder auf Malta noch im Ausland. Zusätzlich wird der Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen und Fähren für fünf Jahre kostenlos.

Die Motivation hinter der Aktion ist klar: Malta zählt mit rund 457.000 Fahrzeugen auf einer Fläche von lediglich 316 Quadratkilometern zu den dichtesten Straßennetzen Europas. Staus sind an der Tagesordnung, insbesondere während der Stoßzeiten. Die Regierung hofft, durch die finanzielle Anreizung einen signifikanten Rückgang der Fahrzeuganzahl zu erreichen.

Doch die Maßnahme ist nicht unumstritten. Kritiker bemängeln die hohen Kosten und die potenziellen Auswirkungen auf die persönliche Freiheit. Wer das Programm nicht einhält, muss die erhaltenen Gelder zurückzahlen und steht unter Umständen weiteren Sanktionen ausgesetzt. Die Initiative wirft die Frage auf, ob ein solcher Anreiz auch in anderen Ländern denkbar wäre.

Die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) beobachtet die Entwicklung mit Argusaugen. „Solche Modelle sind zwar höchst ungewöhnlich, aber zeigen, dass die Politik nach neuen Wegen sucht, um die Verkehrsproblematik anzugehen“, erklärt DAT-Präsident Dr. Wilhelm Schäfer. Die Frage ist, ob vergleichbare Maßnahmen in Deutschland akzeptiert würden – oder ob die Menschen ihre Mobilität zu einem zu hohen Preis aufgeben müssten.

Die Entscheidung der maltesischen Regierung ist ein deutliches Signal: Die Zukunft der Mobilität wird sich radikal verändern. Und das nicht nur in Europa.