Lenovo erhöht preise: ki-boom treibt ram-preise in die höhe
Die ram-krise und ihre folgen
Die Nachfrage nach RAM (Random Access Memory) und NAND (für SSDs) explodiert aufgrund des Booms im Bereich künstliche Intelligenz (KI). KI-Unternehmen kaufen riesige Mengen dieser Komponenten für ihre Rechenzentren, was die Verfügbarkeit für Endverbraucher drastisch reduziert und die Preise in die Höhe treibt. Experten prognostizieren, dass diese Krise bis mindestens 2028 andauern wird. Das betrifft alle Hersteller, aber insbesondere jene, die im Bereich PCs und Laptops tätig sind.

Lenovo kündigt preiserhöhungen an
Lenovo, der weltweite Marktführer im Bereich Laptops, reagiert nun mit konkreten Maßnahmen. In einem an seine Partner und Distributoren adressierten Schreiben, das über Videocardz geleakt wurde, wird angekündigt, dass die Preise für Produkte der Divisionen IDG (Intelligent Devices Group – Laptops, Tablets) und ISG (Infrastructure Solutions Group – Server) im März steigen werden. Der Fokus liegt auf der Anpassung der Produktkonfigurationen, was im Klartext eine Preiserhöhung bedeutet.

Wade mcfarlands warnung an die partner
Wade McFarland, Leiter der Vertriebskanäle von Lenovo Nordamerika, drängt seine Partner, Bestellungen bis Ende Februar aufzugeben, um die aktuellen Preise zu sichern. Allerdings wird auch betont, dass selbst frühzeitige Bestellungen nicht garantiert sind. Sollte ein Auftrag im Februar aufgegeben, aber erst nach dem 31. März versendet werden, ist eine obligatorische Preispflichtprüfung vorgesehen – ein deutliches Signal für die Volatilität des Marktes.

Auswirkungen auf endverbraucher
Die Preiserhöhungen von Lenovo werden sich unweigerlich auf die Endverbraucher auswirken. Die Distributoren werden die gestiegenen Kosten direkt an die Kunden weitergeben. Es ist davon auszugehen, dass die Preise für Computer und Laptops ab Ende März oder Anfang April um mindestens 20 bis 30 Prozent steigen werden. Die tatsächliche Erhöhung kann jedoch höher ausfallen, abhängig von der weiteren Entwicklung des RAM-Marktes.
Weitere hersteller betroffen
Lenovo ist nicht der einzige Hersteller, der von der RAM-Krise betroffen ist. Auch Dell hat bereits Preiserhöhungen angekündigt. Noch drastischer ist die Situation bei Raspberry Pi, bei dem die Preise einiger Produkte bereits um bis zu 70 Prozent gestiegen sind. Auch bei Asus und Acer in Deutschland gibt es Probleme: Die Unternehmen haben ihre Webseiten mit Treibern, BIOS-Updates und technischem Support geschlossen, was die Situation für Kunden zusätzlich erschwert.
Was sollten käufer jetzt tun?
Wer plant, einen neuen PC zu kaufen, sollte sich das nicht zu lange Zeit lassen. Sofern es nicht unvermeidlich ist, ist es ratsam, die Anschaffung vor den erwarteten Preiserhöhungen im März zu erledigen. Wer jedoch flexibel ist und keine sofortige Notwendigkeit hat, kann abwarten, ob sich die Situation am RAM-Markt entspannt. Alternativ könnte man sich nach gebrauchten Geräten umsehen, obwohl auch hier die Verfügbarkeit und die Preise möglicherweise steigen.
| Hersteller | Produktkategorie | Erwartete Preiserhöhung |
|---|---|---|
| Lenovo | Laptops, Tablets, Server | 20-30% (kann höher ausfallen) |
| Dell | PCs, Laptops | Unbekannt |
| Raspberry Pi | Single-Board-Computer | Bis zu 70% |
- RAM ist ein kritischer Bestandteil jedes PCs.
- Die KI-Revolution treibt die Nachfrage nach RAM in ungeahnte Höhen.
- Preiserhöhungen sind die direkte Folge der Knappheit.
- Käufer sollten ihre Anschaffungen überdenken oder vorab planen.