Ki-alarm: cios drohen mit budget-entfaltung – innovation oder reine verschwendung?
Die Befürchtungen sind laut: Chefin und Chefs der IT-Abteilungen weltweit bangen, dass ihre künstlichen Intelligenz (KI)-Budgets an Grenzen stoßen, ohne greifbare Ergebnisse zu liefern. Ein deutliches Warnsignal sendet Andrew Macdonald, Operationsdirektor von Uber, aus: Der Gigant des Ride-Sharing hat noch keinen direkten Produktivitätsgewinn durch seine massiven KI-Investitionen verzeichnet. Und er ist nicht allein.
Die wachsende Budgetbewusstheit steht in krassem Gegensatz zur unkontrollierten „Tokenmaxxing“-Kultur, die einige Unternehmen während des anfänglichen KI-Hypes angenommen haben. Viele haben die Ranglisten nicht verfolgt, die diesen anfänglichen Hype viral gemacht haben, doch die Kosten für KI steigen in allen Bereichen. Die Reaktion der Technologieexperten, Ingenieure und Analysten ist deutlich: Die Kritik an den Kosten der KI wird immer lauter.
Openai-chef altman sieht „riesiges verschwendungspotenzial“
Auch OpenAI-CEO Sam Altman sieht die Bedenken ernst. „Es ist eine faire Kritik, dass Unternehmen wissen wollen, wohin ihr Geld fließt“, erklärt er. „Ich glaube, dies ist die ehrlichste Kritik an der KI – Unternehmen sagen, wir geben eine riesige Menge Geld aus.“ Er räumt ein, dass es zwar Fortschritte gibt, aber auch ein erhebliches Verschwendungspotenzial besteht und er sich fragt, wann die Investitionen tatsächlich in Umsätze und Kostenkontrolle münden werden.
Scott Galloway, Professor an der NYU, sieht die aktuelle Lage als „99%-ähnlich“ – kurz vor dem Platzen der Dotcom-Blase. Er erwartet, dass ein CEO bald sagen wird: „Wir müssen unsere Einkaufskosten drastisch senken.“ Mark Cuban, ein weiterer prominenter Investor, ist überrascht, dass Unternehmen noch keine Rendite auf ihre KI-Investitionen sehen. Er sieht das Problem darin, dass die Unternehmen die Integration neuer Technologien versäumen und stattdessen auf die reine Auslastung von KI-Token setzen.

Saas-pate lemkin warnt vor „tokenmaxxing“
Jason Lemkin, bekannt als „Pate of SaaS“, prognostiziert, dass nicht alle Unternehmen in einer möglichen Liquiditätskrise gleich stark betroffen sein werden. Unternehmen mit einem Jahresumsatz pro Mitarbeiter von über einer Million Dollar werden „Tokenmaxxing“ fortsetzen, bis es keinen Ausweg gibt. Shruti Gandhi, Partnerin bei Array Ventures, betont: „Geld ausgeben bedeutet nicht automatisch mehr produzieren.“ Viele Unternehmen haben keine klare Vorstellung davon, wie diese Investitionen im Alltag genutzt werden oder ob die Ergebnisse überhaupt messbar sind.
Auch Sundar Pichai, CEO von Google, hat die Bedenken aufgegriffen und ein effizienteres KI-Modell, Gemini 3.5 Flash, vorgestellt, das laut Google schneller und kostengünstiger ist. Dennoch bleibt die Frage, ob die bisherigen Investitionen überhaupt sinnvoll waren.
Die Schlussfolgerung ist klar: Die KI-Branche steht vor einer Zerreißprobe. Die Frage ist nicht, ob wir die Technologie brauchen, sondern wie wir sie effektiv einsetzen können. Und das, so Richard Socher, Veteran der KI-Forschung, wird eine Herausforderung sein, die Unternehmen erst noch meistern müssen – und zwar schnell.