Endesa: künstliche intelligenz im fokus – investitionen in netze steigen

Endesa setzt auf starke netze – ki nicht im strategischen fokus

Die spanische Energieunternehmen Endesa setzt im neuen strategischen Plan für die Jahre 2026-2028 verstärkt auf den Ausbau seiner Stromnetze. Obwohl künstliche Intelligenz (KI) nicht als eigenständige Geschäftspipeline ausgewiesen wird, beeinflusst sie bereits viele wichtige Entscheidungen des Unternehmens. Die Strategie berücksichtigt die wachsende Nachfrage durch die Expansion der KI und der digitalen Wirtschaft, insbesondere durch Rechenzentren.

Stromnachfrage steigt durch rechenzentren

Stromnachfrage steigt durch rechenzentren

Endesa erwartet eine neue Welle der Stromnachfrage, die durch die zunehmende Verbreitung von Rechenzentren angetrieben wird. Diese Infrastruktur ist essentiell für die Entwicklung von KI, Cloud-Diensten und anderen digitalen Anwendungen. Die steigende Nachfrage stellt die bestehenden Stromnetze vor große Herausforderungen, die bereits jetzt an ihrer Kapazitätsgrenze operieren. Die Saturation der Verteilnetze liegt in einigen Gebieten bereits bei 94%.

Investitionen in netze steigen deutlich

Investitionen in netze steigen deutlich

Um dieser Entwicklung zu begegnen, plant Endesa die größten Investitionen seit 2014. Die geplanten Investitionen für 2026-2028 belaufen sich auf 10,6 Milliarden Euro, ein Anstieg von 10% gegenüber dem vorherigen Plan. 52% dieser Summe, also etwa 5,5 Milliarden Euro, sollen in das Netzgeschäft fließen. Dies entspricht einem Anstieg von über 37% im Vergleich zur vorherigen Planung. Diese Investitionen sind jedoch an die Genehmigung eines neuen Dekrets geknüpft, das höhere Investitionen ermöglicht und eine vollständige Anerkennung der getätigten Ausgaben vorsieht.

Rennwende: fokus auf netze und erneuerbare energien

Rennwende: fokus auf netze und erneuerbare energien

Im Gegensatz dazu wird der Fokus auf erneuerbare Energien etwas reduziert. 28% der Investitionen, nämlich 3 Milliarden Euro, werden in dieses Segment fließen, was unter den zuvor geplanten 3,7 Milliarden Euro liegt. Der Schwerpunkt liegt dabei weiterhin auf Windenergie und Energiespeichern. Insgesamt wird 80% der Investitionen in die Bereiche Netze und erneuerbare Energien fließen.

Nuclear power: debatte um den ausstieg

Nuclear power: debatte um den ausstieg

Endesa bekräftigt erneut die Notwendigkeit, den ursprünglich 2019 vereinbarten Ausstieg aus der Kernenergie an die tatsächliche Entwicklung des Nationalen Energieintegrierungsplans (NEIP) anzupassen. Das Unternehmen argumentiert, dass dies die Versorgungssicherheit angesichts der Verzögerungen bei der Umsetzung der Ziele für Windenergie und Energiespeicher gewährleisten soll. Die Firma betont, dass Kernenergie die Versorgungssicherheit stärkt, Kosten senkt und die Emissionen reduziert. Sie argumentiert, dass die Kosten eines Ersatzes durch eine Kombination aus Solar-, Batterie- und Gaskraftwerken doppelt so hoch wären.

Ergebnisse 2025: gewinn steigt

Endesa meldete für das Geschäftsjahr 2025 einen Nettogewinn von 2.198 Millionen Euro, was einem Anstieg von 16,4% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Umsatz stieg um 0,5% auf 21.424 Millionen Euro, während das EBITDA bei 5.756 Millionen Euro und einem Anstieg von 8,7% lag. Das Unternehmen prognostiziert für den Zeitraum 2026-2028 ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 4%.

Dividenden und aktionärsrendite

Endesa plant, zwischen 2026 und 2028 etwa 5.000 Millionen Euro an Dividenden auszuschütten und bis zu 2.000 Millionen Euro in Aktienrückkäufen zu investieren. Die Nettoverschuldung soll auf 15.000 Millionen Euro steigen, was ein Leverage-Verhältnis von 2,3 ergibt. Die Aktionärsrendite bleibt eine hohe Priorität des Unternehmens.