Android-bankrott: redhook-malware verschiebt seine attacke

Ein neuer, gefährlicher Trojaner namens RedHook infiziert Android-Geräte und gefährdet Bankkonten. Die Hintermänner haben die Bedrohung aufgerüstet und breiten Einsatz in Vietnam und Indonesien gefördert.

Wireless adb als hintertür: so funktioniert der angriff

Group-IB hat die Entwicklung eines aktualisierten RedHook-Trojaners aufgedeckt, der sich selbst die Nutzung von Wireless ADB – demselben Debugging-Tool, das Galaxy S26 Ultra und Pixel 10 Pro-Besitzer zum Basteln mit ihren Geräten nutzen – ermöglicht. Der Trick ist bekannt: Ein Angreifer gibt sich als Bankmitarbeiter oder Beamter aus und überzeugt das Opfer, eine gefälschte App aus einem Play Store-ähnlichen Angebot herunterzuladen. Sobald die App installiert ist, fordert RedHook Zugriff auf die Sensoren an, navigiert dann selbstständig durch die Entwickleroptionen, aktiviert Wireless Debugging und stellt sich als autorisierte Computer-Verbindung dar – mit Shell-Level-Zugriff, den normale Apps nicht erreichen können.

Dieser Angriff beruht nicht auf einer neuen Sicherheitslücke, sondern auf der Umleitung eines Debugging-Interfaces in einen privilegierten Zugriff.

Die gefahr ist real – besonders für nutzer von apps aus dem drittanbieter-bereich

Die gefahr ist real – besonders für nutzer von apps aus dem drittanbieter-bereich

Group-IB betont, dass RedHook sich ständig weiterentwickelt und aktiv versucht, sich selbst zu verteidigen – indem es beispielsweise versteckte Audio-Streams nutzt und den Prozessor vor dem Schlafmodus schützt. Die Bedrohung ist vor allem für Nutzer von Apps, die nicht aus dem offiziellen Google Play Store stammen, relevant. Hier muss man besonders wachsam sein und sich vor gefälschten Sicherheitshinweisen schützen.

Google versucht eine lösung – aber noch nicht perfekt

Google versucht eine lösung – aber noch nicht perfekt

Google arbeitet an dem sogenannten Advanced Protection Mode, der Entwickleroptionen für Nutzer sperren soll, die diese aktiviert haben. Allerdings ist diese Sicherheitsmaßnahme noch nicht flächendeckend verfügbar. Die Lösung liegt weiterhin in der Sensibilisierung der Nutzer: Strikte Nutzung des Play Store und Skepsis gegenüber unerwünschten