Amazon bautet Kraftwerk für KI-Datenzentren: CO2-Emissionen steigen
Die zunehmende Nachfrage nach Rechenleistung für künstliche Intelligenz (KI) führt zu einem enormen Energiebedarf. Als Reaktion darauf setzen Tech-Giganten wie Meta, Google und nun auch Amazon verstärkt auf die Eigenversorgung ihrer Datenzentren mit Gaskraftwerken.
Texas erlaubt Amazon bis zu 33 Millionen Tonnen CO2-Emissionen
Der US-Bundesstaat Texas hat Amazon die Erlaubnis erteilt, bis zu 33 Millionen Tonnen CO2 in die Atmosphäre zu emittieren. Dies betrifft den Neubau eines Datenzentrums im Pecos County. Das würde das Datenzentrum zu dem umweltschädlichsten Gebäude in den Vereinigten Staaten machen, sogar schlimmer als Kohlekraftwerke oder chemische Anlagen.

GW Ranch: Amazon betreibt eigene Kraftwerke
Konkret plant Amazon den Bau einer Gaskraftwerksanlage, genannt GW Ranch, die den Strombedarf des Datenzentrums decken soll. Wie der New York Times zufolge wird das Unternehmen somit unabhängig vom lokalen Stromnetz und seine Emissionen deutlich erhöhen.

Kontroversen und staatliche Eingriffe
Diese Entwicklung steht im Kontrast zu den Klimazielen vieler Technologieunternehmen, die sich bis 2040 Netto-Null-Emissionen vorgenommen haben. In Texas wurden bereits Pläne für über 1.600 neue Datenzentren gestoppt, die einen fünfmaligen Anstieg des Stromverbrauchs prognostizieren. Ein ähnliches Vorgehen gab es in Michigan, wo die Turbinen eines SpaceX AI Datenzentrums wegen illegaler Emissionen abgeschaltet wurden, jedoch durch eine Anordnung von Donald Trumps Regierung blockiert wurden.

Klimakrise und Technologie
Während die Welt mit Hitzerekorden kämpft und der Klimawandel zunimmt, scheinen die Emissionen von KI-Unternehmen ungehindert zu steigen. Die Abhängigkeit von Gaskraftwerken widerspricht dem Bestreben nach Nachhaltigkeit und verstärkt die Umweltbelastung.