Künstliche Intelligenz: Eine Debatte zwischen Künstlern und Wissenschaftlern
Künstliche intelligenz: eine debatte zwischen künstlern und wissenschaftlern
Von einem wissenschaftlichen Standpunkt aus sind Experten in der Technologie gespalten. Menschen wie Sam Altman oder Bill Gates sind begeistert von der KI und glauben, dass sie für die ganze Welt von Vorteil sein wird. Andere, wie Geoffrey Hinton, sehen hingegen eine große Gefahr in ihr. Niemand ist sich einig. Aber was ist mit den Künstlern? Autoren wie Stephen King oder Hayao Miyazaki haben sich dazu geäußert. Man muss bedenken, dass die KI nicht nur den Arbeitsplatz beeinflussen wird (nach Meinung vieler nicht unbedingt zum Besseren), sondern auch die Kultur bereits transformiert. Bücher werden ohne Ende auf Amazon veröffentlicht, die von KI erstellt wurden, und es gibt bereits "Filme", die alles auf den Kopf stellen sollen. Wird diese Technologie Schriftsteller oder Filmemacher wirklich beeinflussen?
Stephen king und hayao miyazaki: totaler widerstand gegen die ki
Im Jahr 2023 machte Stephen King seine Haltung zur KI klar, indem er eine ausführliche Kolumne in The Atlantic schrieb. Er sagte: "Die Maschine kann mich imitieren, aber sie kann nicht ich sein". Der Schriftsteller zeigte sich nicht völlig verängstigt von der künstlichen Intelligenz, erkannte aber, dass sie "ein seelenloser Ersatz" sein kann. King ist sich bewusst, dass das Schreiben nicht nur eine Frage der Struktur und des Vokabulars ist, die nachgeahmt werden können, sondern auch von menschlicher Erfahrung und persönlichem Urteilsvermögen. Darüber hinaus hat er Bedenken hinsichtlich der Trainingsmethoden dieser Systeme, die Werke mit Urheberrechten ohne Zustimmung verwenden, was er als "legalisch grau und moralisch mehr als fragwürdig" bezeichnete.
Hayao Miyazaki, der berühmte Regisseur und Mitbegründer von Studio Ghibli, war noch direkter. Er sah in der Mode, die seinen Stil imitierte, "eine Beleidigung des Lebens". Christopher Nolan, Regisseur von Filmen wie Inception und Oppenheimer, warnte ebenfalls mehrfach vor den Gefahren, die entstehen, wenn die KI unkontrolliert in die Filmindustrie eindringt. Er bezeichnete diese Technologie als "eine potenziell gefährliche Waffe für die kreative Autorschaft", also für das Schreiben von Drehbüchern, das Schneiden und die Nachbearbeitung.
Künstler wollen nicht von einer maschine imitiert werden
Auch die Musiker haben die künstliche Intelligenz nicht mit offenen Armen aufgenommen. Jeder kann jetzt eine Song schreiben und ihn im Internet teilen, ohne jemals ein Instrument angerührt zu haben. Nick Cave, der australische Songwriter, machte seine Haltung 2023 in einem Interview deutlich. Für ihn ist die KI "eine Beleidigung der menschlichen Existenz". Also eine ähnliche Sichtweise wie die von Miyazaki. Hat recht alle diese Künstler und stellt die KI die Kultur wirklich in Gefahr? Oder sind sie nur verärgert, weil bald jeder das tun kann, was früher nur sie konnten? Das Debatte ist auf jeden Fall eröffnet.